Rolex ist die Uhrenmarke der Superlative. Schon seit der Gründung streben Hans Wilsdorf und seine Nachfolger nach Perfektion und Ruhm. Höchste Qualität, Weltrekorde, Vorreitermodelle und berühmte Träger machen den Hersteller zur Ikone der Uhrmacherkunst. Eine Rolex steht nach wie vor für Qualität und Stilbewusstsein. Selbst Menschen, die sich nicht für Uhren interessieren, wissen um den Wert dieser Armbanduhr. Rolex steht für Uhren höchster Klasse und oberster Güte.

Rolex: Beginn einer Erfolgsgeschichte

Im Jahr 1905 gründete Unternehmer und Marketinggenie Hans Wilsdorf eine Vertriebsfirma. Das Produkt waren schweizerische Uhren von höchster Qualität. Fünf Jahre zuvor war Wilsdorf in die schweizerische Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds gegangen und hatte dort eine Anstellung bei einem Import-Export-Geschäft gefunden. Mit Erfolg kaufte er dort Uhren, für die er ein Ganggenauigkeitszertifikat vom Observatorium Nauenburg erhielt. Er exportierte diese nach Großbritannien und eröffnete schließlich einen Vertrieb für seine neu erworbenen Zeitmesser. 

Es ist unklar, wie Wilsdorf auf den Namen Rolex gekommen ist. Ganze Mythen ranken sich um die Herkunft des Namens. So existieren Spekulationen zu Wortspielen aus verschiedensten Sprachen. „Horlogerie Exquisit“, was französisch erlesene Uhrmacherei bedeutet, könnte ein Ursprung sein. Vielleicht ist der Herkunft des Begriffs aber auch eher wirtschaftlicher Natur und ist schlicht eine Abkürzung für „Rolling Export“, was im Englischen Rollender Export bedeutet. Beide Überlegungen ergeben Sinn. Denn die Uhrenmarke erweist sich schnell als Erfolg, was sowohl dem wirtschaftlichen Know-How von Wilsdorf als auch der hohen Qualität der Uhren zuzuschreiben ist. 

Wilsdorf erkannte früh, dass die Zeit der Armbanduhren bevorstehen würde. Bis ins Jahr 1920 interessierte sich kaum jemand für diese Art der Zeitmessung. Doch Wilsdorf spürte, dass die Zeit gekommen war. Viele nahmen an, dass die Gehäuse der Armbanduhren viel zu klein waren, um ein zuverlässiges Uhrwerk zu integrieren. Doch Wilsdorf war ein Visionär. Er wusste, dass es möglich war, Armbanduhren mit genauem Uhrwerk herzustellen und diese mit Erfolg zu vertreiben.

Die erste Armbanduhr stammt zwar nicht von der Firma Rolex, aber die erste wasserdichte Uhr geht auf das Konto des luxuriösen Uhrenherstellers. 1926 wurde die Oyster der Firma Rolex vorgestellt. Der Name der Uhr ist Programm. Denn wie bei einer Auster ist das Gehäuse fest verschlossen. Wasser kann bei den Modellen unmöglich ins Uhrwerk eindringen.

Werbung für die Rolex Oyster mit Schwimmerin Mercedes Gleitze

Wilsdorf machte die Oyster durch einen genialen Marketingtrick weltberühmt. Die Schwimmerin Mercedes Gleitze versuchte als erste Engländerin den Ärmelkanal zu durchschwimmen. 1875 war es dem ersten Mann aus England gelungen, den Ärmelkanal mit seinen gefährlichen Strömungen und den kalten Wassertemperaturen zu durchqueren. Wilsdorf schenkte der Schwimmerin für ihren Versuch eines der wasserdichten Modelle, um bei Ihrem Rekordversuch die Wasserdichte der Rolex Oyster unter Beweis zu stellen. Mercedes Gleitze gelang die Wiederholung der Tat Ihres Landsmannes nicht. Aufgrund widriger Witterungsverhältnisse musste sie kurz vor Erreichen der französischen Küste das Handtuch werfen. Doch die Uhr, die ihr Wilsdorf geschenkt hatte, hielt der Zerreißprobe Stand. Was eine Niederlage der Schwimmerin war, war ein Gewinn für den Uhrenvertreiber. Die Uhr hatte die acht Stunden im Meerwasser gut überstanden. Wilsdorf schaltete daraufhin eine kostspielige Werbeanzeige in der Daily Mail und machte die Uhr binnen eines Tages in Großbritannien berühmt.

Die Automatikuhr: Meilenstein in der Uhrmachergeschichte

Rolex war die erste Uhrmacherfirma, der es gelang, eine funktionsfähige Automatikuhr auf den Markt zu bringen. Die ersten mechanischen, selbstständig aufziehenden Armbanduhren stammen damit von der Firma Rolex. John Harwood, ein Uhrmacher von der Isle of Man, hatte bereits 1914 eine Automatikuhr entwickelt. Doch war es ihm nicht gelungen, eine solche Uhr in Serie herzustellen. Eine Automatikuhr funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Der Träger setzt mit der Bewegung seines Arms einen Rotor in Gang, der die Feder automatisch aufzieht. 

Wilsdorf witterte im Jahr 1931 seine Chance. Er ließ die wasserdichte Oyster mit einem Automatikuhrwerk ausstatten und ließ das Modell patentieren. Der geniale Mechanismus von Rolex bestand damals und besteht noch heute aus einer halbmondförmigen Schwungmasse, die durch die Bewegungen des Handgelenks in beide Richtungen um die eigene Achse rotiert. Die Zugfeder wird so ständig gespannt und mit konstanter Energie versorgt. Die Automatikuhr ist ein Meilenstein in der Geschichte der Uhrmacherei. 

Noch heute ist Rolex für seine exzellenten automatischen Perpetual-Uhrwerke berühmt. Sie vereinen die Maxime von Zuverlässigkeit, Präzision und Widerstandsfähigkeit für Erschütterungen miteinander. Die Uhrwerke werden nach wie vor komplett von Rolex entwickelt und gebaut. Sie durchlaufen im Anschluss eine Prüfung vom unabhängigen Schweizer Prüfinstitut für Chronometer. Erst wenn die strengen Tests erfolgreich abgeschlossen sind, erhält jede einzelne Rolex das Zertifikat als Chronometer.  

Die Rekorde der Rolex-Uhren

Bis heute steht die Marke Rolex für das Besondere. Das geht wohl neben der herausragenden Qualität der Uhren auch auf ihre Geschichte, die gespickt ist mit berühmten Trägern und Gegebenheiten, zurück. Sir Edmund Hillary bestieg im Jahr 1953 zusammen mit Tenzing Norgay erstmals den höchsten Berg der Welt. Für die Besteigung des Mount Everest entwickelte Rolex das Modell Explorer, das Temperaturunterschiede bis zu siebzig Grad verkraftet. Eine Rolex war damit die erste Uhr, die auf dem Gipfel der höchsten Erhebung der Welt war.  

1954 folgte ein weiteres Modell für Weltentdecker. Rolex brachte mit der GMT-Master eine Uhr auf den Markt, die eine zweite Zeitzone anzeigen konnte. Dazu verhalf die drehbare Lünette in Kombination mit dem 24-Stunden-Zeiger. Rolex wurde zur Uhrenmarke der Weltenbummler und Entdecker.

War schon oft im Weltraum: die Rolex GMT-Master

Doch die Welt war der Firma Rolex nicht genug. Wilsdorf und seine Nachfolger strebten nach mehr. Neben vielen Piloten, die auf die Zuverlässigkeit der Rolex GMT-Master schworen, sind es viele berühmte Astronauten, die von diesem Modell ins All begleitet wurden. Jack Swiggert und Ron Evans sind nur zwei der berühmten Raumforscher, die eine Rolex GMT-Master auf ihren Apollo-Missionen mitführten.

Doch die Firma Rolex wollte nicht nur in höchste Höhen, sondern auch in tiefste Tiefen. Mit der Submariner, die 1953 erstmals auf den Markt kam, hat Rolex die erste Uhr für die Tiefsee geschaffen. Das erste Modell konnte einem Druck von bis zu 100 Metern Wassertiefe bestehen. Doch die Meere sind tiefer als hundert Meter. Rolex bewies im Jahr 1960, das es kein Gewässer auf Erden gab, das zu tief für den Uhrenhersteller war. Der berühmte Tiefseeforscher Jacques Piccard tauchte am 23. Januar 1960 mit einer Rolex hinunter in den Marianengraben. An dem Bathyscaph, einem speziellen Tiefsee-U-Boot, tauchte das Tiefsee-Modell der Firma Rolex in den 10916 tiefen Wassergraben hinab. An der tiefsten Stelle der Welt hielt das extrem feste Gehäuse einem Druck von einer Tonne Stand. Die Exkursion in die Tiefe ging in die Geschichte der Uhrmacherkunst ein.

Rolex ist also seit jeher ein sportliches Modell. Egal ob zu Wasser, auf den höchsten Bergen oder gar im Weltall, die Rolex lässt den Träger nicht im Stich. 

Die Marke der Promis

Der Hype um die Rolex-Uhren begann schon früh. Ian Fleming, der Autor der berühmten James Bond Romane stattete seine Agenten mit der edlen Marke aus. Überraschend ist, dass es nicht nur Figuren aus Musik und Film wie Eric Clapton, James Cameron, Sharon Stone, Elvis Presley und Cameron Diaz sind, die regelmäßig mit einer Rolex am Arm gesichtet werden. Auch Figuren aus Geschichte und Religion werden mit der edlen Uhren-Marke in Verbindung gebracht. Che Guevara hat eine Rolex getragen. Winston Churchill war Anhänger der fein gearbeiteten Luxusgüter. Und sogar der Dalai Lama lässt sich mit einer Rolex am Arm in der Öffentlichkeit blicken. 

Die große Verbundenheit zum Sport hat Rolex schon in frühen Jahren mit dem Einsatz zu Wasser und in fernen Höhen gezeigt. Da ist es kaum verwunderlich, dass Größen aus Tennis und Golf mit einer Rolex am Arm auftreten. Besonders berühmte Rolex-Botschafter aus der Welt des Sports sind Tiger Woods, Ana Ivanovic und Roger Federer. Die Rolex Armbanduhren unterstrichen den kontinuierlichen sportlichen Erfolg ihrer berühmten Träger.

Die Rolex Daytona Paul Newman wurde 2017 für über 15 Mio. Euro versteigert

Manche Rolex-Uhren brauchten einen zweiten Anlauf, um zu ganz besonderer Berühmtheit zu gelangen. So zum Beispiel die Rolex Daytona. Die Frau des Schauspielers und Rennfahrers Paul Newman soll ihm zu Beginn seiner Rennkarriere eine Rolex Daytona geschenkt haben. Zu dem Zeitpunkt war das Modell nicht sonderlich bekannt und auch relativ günstig zu erwerben. Die Produktion der Daytona wurde aufgrund geringer Nachfrage sogar eingestellt. Doch Paul Newman machte das Modell mit zahlreichen Bildern, auf denen er die Rolex trägt, Jahre später weltberühmt. In den 80er-Jahren entstand unter Uhrensammlern ein Wahnsinnshype um das Modell. Die Paul Newman Daytona erzielt seitdem bei Auktionen Rekordpreise. Sie ist das teuerste Vintagemodell der Marke überhaupt.

Rolex: Die ganz besondere Uhrenmarke 

Rolex war die erste Firma der Branche, die den Namen auf die Uhren schrieb. Es bot sich an. Denn der Name war kurz und einprägsam. Neben dem Markennamen zieren die Uhren seit den 40er-Jahren die typische fünfzackige Krone. Das Design des Erkennungsmerkmals wurde in den Folgejahren geändert. Doch seit den 50er-Jahren wird jede Rolex-Uhr mit der heute noch verwendeten prägnanten Krone auf dem Zifferblatt verziert.

Typisches Zifferblatt einer Rolex

Überhaupt setzt Rolex bei Design auf Konstanz. Die meisten gegenwärtigen Modelle existierten bereits vor über fünfzig Jahren. Natürlich wurden an der Technik Neuerungen vorgenommen, doch das Design blieb weitgehend erhalten. 

Die Rolex Sea-Dweller und die Rolex Deepsea führen den Erfolg der Rolex Taucheruhren fort. Mit einer möglichen Tauchtiefe von 1220 und 3900 Metern zeigen die beiden Uhren, wer der führende Hersteller im Bereich der Tiefsee-Uhren ist. Rolex arbeitete Jahrzehntelang mit Experten zusammen, um perfekte Modelle für den professionellen Taucher zu schaffen. Die Rolex-Deepsea mit Ziffernblatt D-blue soll an James Camerons Solo-Tauchgang in den Marianengraben erinnern. Das Ziffernblatt, dass zweifarbig von einem tiefblauen in einen schwarzen Farbton übergeht, zeichnet die Reise eines Mannes an den tiefsten Punkt unserer Erde nach.

Auch eine neue Ausführung der GMT Master hat Rolex heute im Sortiment. Die GMT Master II zeichnet sich durch die Cerachrom-Zahlenscheibe mit drehbarer Lünette aus Keramik aus. Rolex ist, wie bei vielen anderen Entwicklungen in der Uhrmacherei, ein Vorreiter für den Einsatz von Spezialkeramik in der Uhrenherstellung. Die GMT Master II ist ein Beweis für die Korrosionsbeständigkeit und Kratzfestigkeit des speziellen Werkstoffs.

Die Oyster Perpetual kann mittlerweile in ganz verschiedenen Ausführungen erworben werden. In besonders exklusiver Ausführung ist die Datejust 36 zu haben. Neben der schlichten Version mit schwarzem Zifferblatt, Radialschliff und geriffelter Lünette ist ein Modell mit einem Zifferblatt aus hellem Perlmutt mit zehn Diamanten auf dem Markt. Rolex-Modelle gibt es heute in schlichten und in sehr extravaganten Ausführungen. Doch eines ist allen Modellen gemein. Das Design der Uhren ist konstant. Und gerade in dieser Kontinuität liegt das Besondere der Marke. Denn wer sich heute eine Rolex kauft, der weiß, dass sie auch in zwanzig Jahren noch up-to-date sein wird. Die Anschaffung einer Rolex lohnt sich immer.

Passend zu diesem Artikel: