Die Rolex GMT Master II ist eines der beliebtesten Uhren-Modelle der Firma Rolex und bis heute ein bevorzugtes Sammlerstück, das durch Variation, schlichtes Design und eleganten Stil besticht. Das GMT steht dabei für Greenwich Mean Time, was bereits auf ihre Funktion als Zeitzonen-Armbanduhr hinweist. Die Master-Serie wird seit 1954 produziert und erfreut sich durchgehend bei Uhrenliebhabern an Beliebtheit. Daher ist es an der Zeit, einen kurzen Blick auf die Rolex GMT Master II zu werfen und auf verschiedene Aspekte derselben einzugehen.

Um die Rolex GTM Master II vorzustellen, wird im Folgenden kurz die Entstehungsgeschichte der Armbanduhr beschrieben. Im Anschluss soll auf das Design und spezielle Merkmale eingegangen werden. Ein weiterer Abschnitt wird sich den Materialien, die zur Fertigung der Uhr verwendet werden, widmen. Da die Rolex GMT Master II eine der beliebtesten Uhren der Firma Rolex ist, handelt ein weiterer Abschnitt von berühmten Persönlichkeiten, die in Verbindung mit der Master II stehen. Ein letzter Teil soll einen Ausblick auf den Erfolg der Master-Serie werfen.

Die Geschichte der Rolex GMT Master I

Die Entstehung der Rolex GMT Master, dem Vorläufermodell der GTM Master II, ist eng mit der Luftfahrt verknüpft. Die Geschichte nahm ihren Lauf, indem die Fluggesellschaft Pan American World Airways (auch als Pan-Am bekannt) – zur damaligen Zeit eine der bekanntesten Fluggesell- schaften für Interkontinentalflüge – eine robuste und zugleich präzise Armbanduhr für ihre Piloten suchte, welche zwei Zeitzonen gleichzeitig darstellen konnte. So kam die Idee der Zeitzonen-Armbanduhr auf, was bedeutete, dass die Uhr sowohl die jeweilige Ortszeit, in der man sich gerade aufhielt, als auch die Heimatzeit darstellen konnte. Dabei sollte die natürlich, neben den praktischen Aspekten, auch stilistisch die Prestige des Berufs des Piloten repräsentieren. Daher wurde die Firma Rolex mit diesem Vorhaben beauftragt und so kam die Rolex GTM Master I 1954 mit zwei Stundenzeigern, einer Lünette mit 24-Stunden-Skalierung und der Referenznummer 6542 auf den Markt.

Das Modell erlangte schnell Bekanntheit und war bereits 1964 auf der Kinoleinwand in James Bond Goldfinger zu sehen, was diesem den Spitznamen „Pussy Galore“ einbrachte, da die Uhr von der gleichnamigen Pilotin getragen wurde. Ein weiteres Modell der GMT Master I wurde von Rolex von 1959 bis 1980 hergestellt und besaß die Referenz 1675. Sie ist aufgrund ihrer langen Produktionszeit und der dadurch hohen Stückzahl, heute noch weit verbreitet. Die GMT Master I war dabei die erste Sportuhr von Rolex, die sowohl mit Oyster-, als auch mit Jubilé-Band erhältlich war.

1983 kam dann die Rolex GMT Master II auf den Markt, welche sich laut Hersteller an ein bereiteres Publikum wenden sollte. Die Master I, sowie die Master II, wurden dabei für kurze Zeit, in den Jahren bis 1988/89, parallel hergestellt, bis die Produktion der ersten Generation komplett eingestellt wurde. Die Modellreihe Master II erfreut sich bis heute noch an großer Beliebtheit und wird von Rolex durchgehend mit neuen Designs erweitert.

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Von Pepsi und Coke, Batman und Sprite

Kaum eine Uhr der Firma Rolex besitzt wohl so viele Spitznamen, wie die Rolex GMT Master II. „Coke“, „Pepsi“, „Fat Lady“ und „Batman“ sind dabei nur einige davon. Diese Namen sind jedoch nicht nur Ausdruck einer begeisterten Gemeinschaft an Rolex-Fans, sondern beziehen sich zumeist auf die Farbgebung der Lünette und spiegeln dabei auch die Weiterentwicklung der Master-Serie wieder.

Das erste Modell der Rolex GMT Master II, welche 1983 auf den Markt kam, wird liebevoll unter Rolexsammlern auch „Fat Lady“ oder „Sophia Loren“ genannt. Diesen Spitzname erhielt die Armbanduhr aufgrund ihres robusten Gehäuses. Die „Fat Lady“ war die erste Rolex aus der Master- Serie, welche im Coke-Design auf den Markt kam. Als Coke-Design bezeichnet man dabei eine schwarz-rote Farbgebung der Lünette. Bereits vor der „Coke“ brachte Rolex in der GMT Master I-Serie eine Uhr mit blau-roter Farbgebung auf den Markt, welche ihr den Spitznamen „Pepsi“ einbrachte. Mit der Master II-Serie gelang Rolex eine weitere Innovation, denn es ließ sich ab der „Fat Lady“ nicht nur die Lünette, sondern auch der Stundenzeiger gesondert einstellen, was bei der GMT Master I-Serie noch nicht möglich war. Dies war aufgrund eines neuen Uhrwerks möglich, welches Rolex für die Master II entwickelte.

Doch auch „Batman“ und „Batgirl“ finden ihren Platz in der Master II-Kollektion. Dabei handelt es sich jeweils um Armbanduhren mit einer schwarz-blauen Lünette. Der Unterschied zwischen beiden geht dabei auf das Armband zurück. Während „Batman“ mit einem Oyster-Armband ausgestattet ist, wird „Batgirl“ mit einem Jubilé-Band geliefert.

Das aktuelle Modell, welches seit 2005 hergestellt wird, leitet dabei ein neues Zeitalter der Rolex GMT Master II ein. Passend zum 50-jährigen Jubiläum stellte Rolex die Uhr in Gold vor. Die Gold-Modelle erkennt man auch daran, dass ihre Referenznummer mit einer 8 endet. Doch diese neue Generation der Master II ist nicht nur in Gold erhältlich. Rolex lies auch eine neue Version ihrer beliebten „Pepsi“ herstellen.

Im Frühjahr 2022 brachte Rolex die erste Linkshänder-Uhr der GMT auf den Markt, mit der Aufzugskrone auf der linken Seite. Die spezielle und erstmalige Farbgebung in grün und schwarz führt zu dem Spitznamen der neuen Uhr: sie wird liebevoll „Sprite“ genannt.

Die Firma Rolex wird dabei nicht müde, ihre Armbanduhren mit immer neuen Details anzureichern, um einerseits ihrem hohen Standard gerecht zu werden, andererseits natürlich auch, um ihren Kunden eine noble, stilvolle Uhr zu liefern. So enthält zum Beispiel die 2019 vorgestellte Rolex GMT Master II in 18 Karat Weißgold ein Zifferblatt, welches aus einem Meteoriten gewonnen wird.

Die Materialien der GMT Master II

Die Firma Rolex ist bekannt dafür, dass sie sehr hochwertige und robuste Materialien für ihre Uhren verwendet. Immer wieder werden neue Kaliber entwickelt, um ihre Produkte präziser zu machen und es wird mit neuen Materialien experimentiert, welche die Uhren in Funktion und Aussehen bereichern.

Einer der Meilensteine ist der Übergang von der Master I zur Master II, mit welchem auch das Material der Lünette verändert wurde. Bestand erstere noch aus Aluminium, wurde ab der Master II Cerachrom (eine speziell von Rolex patentierte Keramik-Art) verwendet. Dieses spezielle Keramik spiegelt die Extravaganz der Rolex-Uhren wieder und ist ein Beweis ihrer Langlebigkeit. Darüber hinaus verwendet Rolex auch gerne sehr hochwertige Materialien wie Gold oder das bereits erwähnte Meteorit-Eisen, aber natürlich auch Edelsteine und Platin. So sind beispielsweise die neuen Master II-Modelle mit einer hauchdünnen Platin- bzw. Goldschicht überzogen. Die Rolex „Ice“ ist dagegen eine vollständig mit Diamanten besetzte Uhr.

Die aktuellen Rolex-Armbanduhren sind in einer Edelstahlausführung, einem Modell aus Weißgold und einem aus Everrose-Gold (Roségold) erhältlich. Dabei entscheidet natürlich das Material über den entsprechenden Preis der Armbanduhr. Die Master II gibt es sowohl mit Oyster-, als auch mit Jubilé-Armband.

Merkmale der GMT Master II

Es ist bereits kurz erwähnt worden, dass es sich bei der Rolex GMT Master II um eine Zeitzonen-Armbanduhr handelt. Dies ist das wesentlichste und hervorstechendste Merkmal der Master-Serie. Die Darstellung der beiden Zeitzonen wird durch den zweiten Stundenzeiger in Verbindung mit einer Drehlünette ermöglicht, die Lünette ist dabei in 24 Stunden skaliert. So wird die Drehlünette mit dem zweiten Stundenzeiger auf die jeweilige Ortszeit eingestellt. Dieser zweite Stundenzeiger hat dabei meist eine markante Farbe, die mit der Farbe der Lünette korrespondiert. Der Datumswechsel ist dabei durch den traditionellen Stundenzeiger garantiert.

Die Lünette der GMT Master II sticht vor allem durch ihr Design hervor, welches meist klassisch zweifarbig gestaltet ist. Der Wechsel von der einen Farbe zur anderen befindet sich bei der 6. und der 18. Stunde, was den Übergang von Tag zu Nacht veranschaulichen soll.

Das Design der Rolex GMT Master II hat sich seit dem Vorläufermodell nicht besonders verändert. Vor allem wurden aber immer wieder neue Farbkombinationen und Modelle mit anderen bzw. besseren Materialien auf der Markt gebracht. Zu den Meilensteinen zählt dabei die Etablierung des neuen Kalibers mit der Master II, welches es ermöglichte den zweiten Stundenzeiger separat einzustellen.

Das wohl bekannteste Merkmal der Rolex-Armbanduhren ist und bleibt jedoch die unverkennbare Rolex-Krone, die sich sowohl auf dem Zifferblatt, mit der Unterschrift „Oyster Perpetual Date“, als auch an dem seitlichen Drehrädchen befindet. Auf dem Zifferblatt der Master II findet man neben dem Modellnamen auch noch den Schriftzug „Superlative Chronometer Officially Certified“, der dort seit der Mitte der 70er Jahre seinen festen Platz hat.

Berühmte Träger der Rolex GMT Master

Die Uhren der Firma Rolex stehen für Qualität, Innovation, Stil und einen dementsprechenden Preis. Weshalb sie einerseits das Interesse einer großen Sammlergemeinschaft auf sich ziehen, andererseits auch von den Stars und Prominenten gerne gekauft und getragen werden. So natürlich auch die Rolex GTM Master-Serie.

Es wurde bereits auf den Kinoauftritt der Master I am Handgelenk der Pilotin Pussy Galore in James Bond Goldfinger hingewiesen. Doch nicht nur in der kapitalistischen Gesellschaft der USA fand die Master I ihre begeisterten Träger, auch die kommunistischen Revolutionsführer Kubas Fidel Castro und Ernesto „Ché“ Guevara besaßen jeweils eine Master I, mit der sie sich auch gerne in der Öffentlichkeit zeigten.

Nicht nur Prominente und Piloten hegten eine Vorliebe für die Rolex GMT Master, sie war auch bei den Astronauten der NASA sehr beliebt, die sie sogar mit auf ihre Missionen nahmen. So war die GMT Master im rot-blauen Pepsi-Design vor allem bei der Crew der Apollo 13 stark vertreten.

Aber auch die GMT Master II erfreut sich heute in der Welt der Stars und Sternchen großer Beliebtheit. So ist die Master II unter anderem an dem Handgelenk des Schauspielers Mark Wahlberg zu sehen, der sich für eine Master II „Root Beer“ (schwarz-braune Lünette, auch „Clint Eastwood“ oder „Dirty Harry“ genannt) entschied. Aber auch Robert Downey Jr. ist bekannt als Rolex-Sammler und Fan der GMT Master II, ebenso wie der Action-Schauspieler Jason Statham, der eine klassische Master II im Coke-Design besitzt.

Rolex GMT Master II gestern und heute

Aufgrund der immer noch beibehaltenen Funktion der Darstellung von zwei Zeitzonen ist die Rolex GMT Master II vor allem in unserer globalisierten Welt sehr praktisch. In einem Zeitalter in dem nicht nur Interkontinentalflüge, sondern auch Videocalls zu den verschiedensten Ecken der Welt auf der Tagesordnung stehen, beweist sich die Rolex GMT Master II als besonders praktisch und stilvoll zugleich. Die Rolex GMT Master II kann dabei als Kosmopolit unter den Rolex-Uhren angesehen werden. Zwar sind die Modelle nicht unbedingt als günstig zu bezeichnen, doch kann man eine neue Master II bereits schon ab ca. 10.000,-€ in der Edelstahlausführung erstehen.

Die GMT Master-Serie hat sich seit ihrer Entstehung in den 50ern als überaus beliebte Armbanduhr bewiesen, die bis heute ihren Siegeszug durch die Uhrengeschäfte der Welt feiert. Das Genfer Unternehmen kann dabei auf eine fast 70-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken und von sich behaupten, ein absolutes Sammlerstück und einen Meilenstein der Uhren-Geschichte geschaffen zu haben.

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